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Business Branchenbuch Deutschland

Rennsport und Wirtschaft

Zahlreiche große Automobilkonzerne sind mehr oder weniger im Motorsport vertreten und zeigen dort ihr Engagement. Der Grund liegt zum einen im Marketing-Effekt, welche die Rennsportbeteiligung mit sich bringt. Wie bekannt gegeben wurde, seien die Absatzzahlen der Daimler-Chrysler AG enorm angestiegen, seit ein Formel-1-Team offiziell den Namen McLaren-Mercedes trägt. Ganz einfach lässt sich die Frage nach dem Einfluss des Rennsports auf die Entwicklung der Serienmodelle nicht beantworten. Allerdings ist die Technik, welche auf der Rennstrecke eingesetzt wird, Triebfeder für die Entwicklung für Bauteile, die später ihren Einsatz in Serienfahrzeugen finden. Der Motorsport bietet die Möglichkeit, neue Systeme und Werkstoffe einzusetzen und zu erproben.

Ein direktes Beispiel, wie die Verbindung von der Serienentwicklung zum Motorsport bewusst forciert werden kann, ist der Sieger von Le Mans 2006, der Audi TDI R 10. Da es nur wenig Erfahrung mit dem Einsatz von Dieselmotoren im Rennsport gab, stellte die Serienentwicklung einen maßgeblichen Impuls beim Entwurf des Rennmotors dar. Auch andere Technologien wie z.B. die Benzin-Direkt-Einspritzung fanden in den 50er Jahren ihren Weg in die serienmäßige Produktion. Das neue Reglement des Jahres 2014 zielt auf Effizienz und Nachhaltigkeit wie nie zuvor. Hier könnte sich ein neues Betätigungsfeld im Rennsport ergeben, der Umweltschutz. Themen wie Elektrifizierung sowie Systeme zur Energierückgewinnung könnten analysiert werden. Mit der E-Formel ist 2014 eine neue Rennauto-Serie an den Start gegangen. Reine Elektromotoren setzen auf Umweltfreundlichkeit und gibt der Industrie die Chance, mit Werbung in den "sauberen" Motorsport zu investieren. 

Lange bevor die neue Rennsaison wieder beginnt, stehen die Manager aus der Wirtschaft in Kontakt mit den Sportfunktionären. Sie verhandeln über Kooperation, Finanzierung und Sponsoring. Der Nutzen liegt darin, dass Rennsport und Wirtschaft so eng miteinander verbunden sind wie sonst kein anderer Sport. Die Automobilbranche braucht den Kontakt zur Rennpiste, zum Testen neuer Techniken und Materialien. Umgekehrt ist es genau so, ohne Engagement der Wirtschaft gäbe es keinen Rennsport. Beide Seiten ziehen ihren Vorteil aus diesem Wissens- und Erfahrungsaustausch. Profis kennen das Zusammenspiel von Technik, Material, ökonomischen Faktoren und Backgroundinformationen. Das Wissen der Rennsport-Team-Chefs ist für die Wirtschaft sehr bedeutend, sie können bei ihren Neuentwicklungen davon profitieren. 

 

hinzugefügt am: 24.02.2021
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