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Business Branchenbuch Deutschland

Achtung: Beratungsfalle - Fördermittel

In Deutschland gibt es zur Zeit zwischen 1.500 und 2.000 Förderprogramme. Staatliche Fördergelder dienen vorrangig dem Zweck, bestimmte politische Ziele zu erreichen. Entsprechend werden die Fördermittel nur für eine klar definierte Zielgruppe ausgeschüttet. Zum Beispiel sollen Arbeitsplätze erhalten oder neu geschaffen werden, denn schließlich sind vor allem mittelständische Unternehmen das Rückrad der Wirtschaft. Diesbezüglich gibt es aktuell vor allem in den neuen Bundesländern intensive Bestrebungen. Darüber hinaus gibt es auch Zuschüsse für die Unternehmensnachfolge. Dies trifft beispielsweise zu, wenn Unternehmenskonzepte an die marktnahe Entwicklung von Produkten angepasst werden sollen. Innovationen werden in diesem Zusammenhang großgeschrieben. Im Grunde genommen bezieht sich dies auch auf die Erhaltung von Arbeitsplätzen, welche durch marktferne Produkte und Dienstleistungen nicht gewährleistet wäre. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 250 Mitarbeitern werden von EU-Förderprogrammen mit bis maximal 350.000 EUR unterstützt. Dabei gibt es bis zu 50% Zuschuss auf die gesamte Projektsumme und Zulagen zu den Personalkosten. 

Im Gegensatz dazu zielen Fördermittel für die Unterstützung universitärer Grundlagenforschung auf eine nachhaltige Gesamtentwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft ab. Diese Aufgabe wurde seitens des Bundes auf die Länder verteilt. Das Besondere dabei ist, dass diese Forschung oft mit bis zu 100 % Zuschuss auf Personalkosten unterstützt wird. 
In der Praxis ist ein Zusammenspiel von Forschung und Unternehmen interessant und vor allem überaus wichtig. Innovative Konzepte können nur auf Grundlage hochentwickelter Technologien entworfen werden. Folglich stehen beide Partner nicht in Konkurrenz, sondern vielmehr in unmittelbarer Abhängigkeit zueinander. Nur eine Kombination beider Player kann zum innovativen und nachhaltigen Ziel führen. Zum Beispiel bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Kooperationsprojekte im Rahmen des Zentralen Innovationsprogamms Mittelstand (ZIM) an. 


Antragsstellung über einen Berater

Antragstellung ist gerade für das ZIM recht einfach. Dennoch ist es Aufwand und muss schlüssig, als auch nachvollziehbar sein. Die meisten Existenzgründer nutzen einen Berater, der die Antragstellung unterstützt. Ein kompetenter Berater sollte vor allem über solide und spezielle Fachkenntnis verfügen, als auch branchenerfahren sein. In der Leistung inbegriffen ist für Unternehmen zum Beispiel im ersten Schritt eine Ist-Analyse, mit deren Hilfe der Berater einen Überblick über wirtschaftliche und inhaltliche Details bekommt. Auf Grundlage dessen kann ein passendes Förderprogramm ausgewählt werden. Ähnlich umfassend ist eine gute Beratung auch für Existenzgründer. Ziele und vor allem Geschäftskonzept beratende Elemente stehen hierbei im Vordergrund. Kontaktaufnahme empfiehlt sich bereits in der Vorgründungsphase. Einen seriösen Berater hat des Weiteren ein BWL-Studium absolviert und keinen Wochenendworkshop für BWL-Freunde. Der kompetente Unternehmensberater trägt seriöse Kleidung und versucht nicht noch weitere Produkte, Versicherungen oder ähnliches zu verkaufen. Schließlich gibt es jedoch stets "schwarze Schafe", welche Fördermittel und Beratungssettings geradezu ausnutzen, schlecht beraten, abkassieren und schließlich verschwinden. Gerade für junge Unternehmer und Firmen steht jedoch sehr viel Wagniskapital auf dem Spiel. 


Vom großen Schwindel mit der Beratung

In einem konkreten Fall - der dem Redakteur vorliegt - übernahm das Unternehmen sub.client die Beratung. Es wurde versprochen, die gesamte Antragsprozedur von der Recherche über Auswal und Betreuung zu übernehmen. Dabei wurde im ersten Schritt die Recherche als Festkostenblock abgerechnet. Die schlussendliche Beantragung sollte über Erfolgshonorar in Rechnung gestellt werden. Nachdem die Festkostenposition in Form eines undurchsichtigen Papierberges ohne jeglichen Mehrwert, geschweige denn konkreten Angaben und Empfehlungen abgab, verschwandt der Dienstleister  mit dem gesamten Festpreishonorar ohne eine anschließende Beratung, welche schließlich zur Antragsstellung geführt hätte. Dabei hätte der Papierberg auch leicht im Internet zusammengestellt werden können zu einem deutlich geringeren Preis. Folgende Recherchen ergaben, dass gegen das Unternehmen bereits mehrheitlich Anzeigen vorlagen. Es konnte jedoch keine Ermittlung aufgrund fehlenden Meldeadresse nicht auffindbar war. 


Auf die Auswahl kommt es an 

Empfehlungen von Freunden, Bekannten und Kollegen können bei der Auswahl sehr hilfreich sein. Aber auf jeden Fall sollte das Bauchgefühl hinsichtlich des Vertrauens in den Berater mit zu Wort kommen. Schließlich kann eine Recherche im Internet helfen. Kompetente und seriöse Berater präsentieren sich öffentlich, denn sie haben nichts zu verstecken. 

 

hinzugefügt am: 24.02.2021
Suchbegriffe: Förderung , Zuschuss
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