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16.02.2024, 13:44:01

Vanadium Resources: Eine Neubewertung der Aktie steht an!

Vanadium Resources entwickelt eines der hochgradigsten Vanadium-Vorkommen der Welt in Südafrika und steht nun davor, einen Abnahmevertrag abzuschließen, um einen wichtigen Schritt zum Minenbau zu machen. Die Aktie wird von Anlegern derzeit wie viele Small Caps links liegengelassen, bietet aber viel Potenzial: Denn Vanadium erfährt durch den Ausbau von Energiespeichern eine immer größere Bedeutung und könnte auch geopolitisch in den Wettbewerb zwischen den USA und China geraten.

Ohne Speicher keine stabile Strom-Infrastruktur

Weltweit wurde spätestens mit dem Pariser Abkommen 2015 die Energiewende ausgerufen. Um ihre Klimaziele zu erreichen, möchten viele Länder ihre Emissionen an schädlichen Gasen reduzieren und setzen auf eine Dekarbonisierung von Wirtschaft und Verkehr. Dazu zählen mit der EU, China, Japan und den Vereinigten Staaten die Schwergewichte der Weltwirtschaft. Mit immer neuen Solarparks, Windkraftanlagen, Elektroautos, geothermischen Anlagen oder Wärmepumpen ändert sich aber auch die Art, wie Energie produziert und verteilt wird. Früher gab es wenige Stromproduzenten, meist große Kraftwerke, die auf eine vorhersehbare Nachfrage gestoßen sind. Heute dagegen gibt es immer mehr Produzenten und auch die Nachfrage hat sich verändert. Ladezeiten von Elektroautos spielen dabei eine immer größere Rolle genauso wie alle anderen Abnehmer, die elektrisch betrieben werden.

Damit diese Energiewende gelingt und stabile Stromnetze möglich sind, braucht die Welt Energiespeicher. Sie schließen die Lücke bei Erneuerbaren Energien zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt. Der Vorteil solcher Anlagen für den Betreiber und die Stromverbraucher liegt auf der Hand. Speicherkapazitäten ermöglichen es, überschüssige Energie aus Wind und Solar zu speichern und zum Zeitpunkt des Bedarfs ins Netz einzuspeisen. Hierbei werden die Speicher bei geringer Nachfrage und niedrigen Strompreisen befüllt. Dies ist meistens dann der Fall, wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Wenn dann die Nachfrage von Haushalten und Industrie hoch ist, kann die gespeicherte Energie abgegeben werden - im Idealfall zu hohen Strompreisen. So lautet zumindest das Grundprinzip von Energie- bzw. Batteriespeichern.

In den vergangenen Jahren hat sich in diesem Bereich viel getan. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Technologien, die eine immer größere Bedeutung gewinnen. Zum einen sind das Lithium-Ionen-Batteriespeicher. Diese sind ideal als kleine Anlagen und für den Einsatz über wenige Jahre. Jeder merkt selbst an seinem Telefon oder Laptop, wie die Leistung dieser Batterien nach meist drei oder vier Jahren deutlich nachlässt.

Daneben setzen viele Forscher und Firmen auf Vanadium Redox-Flow Batterien. Diese bereits in den 1980er Jahren entwickelte Technologie weist zwar höhere Investitionskosten als Lithium-Ionen-Speicher auf, punktet aber mit niedrigen Betriebskosten und einer extrem langen Laufzeit. So können Energiespeicher auf Basis von Vanadium Redox-Flow Batterien 15.000- bis 20.000-mal ge- und entladen werden. Im besten Fall reicht das für die oft zwei Dekaden währende Betriebsdauer von Solarparks oder Windfarmen. Zudem sind diese Batteriespeicher sicherer, da sie nicht entzündbar sind. Die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit machen Vanadium Redox-Flow Batterien somit zum perfekten Energiespeicher für große Anwendungen. Neben den Erneuerbaren Energien können sie vor allem bei Industriebetrieben zum Einsatz kommen.

Und das passiert auch schon. Vorreiter ist hier China, dass im Rahmen des aktuell laufenden Fünfjahresplans die Kapazitäten für Solar- und Windenergie massiv ausbaut und daher auf Batteriespeicher setzt. Von den westlichen Ländern zeigt daneben vor allem Australien mit seinen riesigen Solarparks eine hohe Aktivität.

Doch auch andere Länder haben inzwischen die Notwendigkeit von Batteriespeichern erkannt und holen auf. So entsteht im niedersächsischen Alsfeld an der Leine der größte Batteriespeicher. Dort hat der Batterieentwickler Kyon Energy im November 2023 die Genehmigung für ein neues Energiespeicherprojekt erhalten. Die Anlagesoll eine Speicherleistung von 137,5 Megawatt und eine Speicherkapazität von 275 Megawattstunden aufweisen. Damit wäre es nicht nur das größte Speicherprojekt in Deutschland, sondern sogar um rund 50 Prozent größer als das bisher größte Europas.

Viel Nachholbedarf existiert in den USA. Doch mit dem Förderprogramm Inflation Reduction Act scheint der Regierung in Washington ein Coup gelungen zu sein. Überall im Land wird in Batteriefabriken, Elektroautos, Wind- und Solarparks sowie in Batteriespeicher investiert. So rechnen die American Clean Power Association (ACP) und das Research-Institut Wood Mackenzie damit, dass bis 2027 rund 66 Gigawatt an Speicherkapazität in den Vereinigten Staaten aufgebaut werden. Zu Jahresbeginn hatte bereits Bloomberg NEF einen optimistischen Ausblick für die weltweite Entwicklung gegeben. Demnach werden global jährlich 88 Gigawatt an neuer Speicherkapazität in den kommenden Jahren hinzugefügt werden.

Vanadium: Ein noch weitgehend unentdeckter Rohstoffmarkt

Allerdings ist für Vanadium Redox-Flow Batterien auch jede Menge Vanadium nötig. Dieses Metall mit der Ordnungszahl 23 steht noch nicht im Bewusstsein von Öffentlichkeit und Investoren und gilt bisher als Nische. Dabei ist Vanadium auch Teil der der Zusammenstellung der kritischen Metalle des US Geological Survey (USGS). Der Zusatz des stahlgrauen, leicht bläulichen Metalls führt in Chrom-Vanadium-Stählen zu einer Erhöhung der Zähigkeit und damit zu einer größeren Widerstandsfähigkeit des Endprodukts Stahl. Etwa 85 bis 90 Prozent der weltweiten Produktion landet heute deshalb im Stahlsektor. Das klingt auf den ersten Blick wenig spannend. Doch mit dem Einsatz in Energiespeichern gewinnt der Markt an Dynamik.

Russland und China dominieren den Markt

Inzwischen sehen auch die ersten Research-Häuser eine große Nachfragewelle auf den Markt zukommen. Der Bedarf der Erneuerbaren Energien soll bis 2025 rund 15 bis 25 Prozent der globalen Produktion von Vanadium ausmachen. Das sind starke Wachstumszahlen. Dabei ist die Abhängigkeit der westlichen Industrieländer hier allerdings besonders groß. Laut Daten des USGS stammen etwa 78 Prozent der globalen Produktion von Vanadium aus China und Russland. Die Vereinigten Staaten und Europa haben keine bekannten, ausbeutbaren Reserven und keinerlei eigene Produktion. Aktuell dient vor allem Südafrika als wichtiger Lieferant für die westlichen Staaten. Dabei gibt es im Prinzip genug Vanadium auf der Erde, allerdings nur selten in hoher Konzentration, so dass sich ein Abbau in den meisten Fällen nicht lohnt.

Geopolitisch könnte damit Vanadium wie schon andere Rohstoffe im Rahmen das Handelskriegs zwischen den USA und China in den Fokus geraten. Zuletzt hatten die USA Chipexporte ins Reich der Mitte beschränkt. Darauf reagierte Beijing mit einer engmaschigen Kontrolle des Exports von zwei Seltenerdmetallen. So nutzt jeder seine Dominanz im Handelskrieg aus. Vanadium könnte dabei sogar noch aufgrund eines weiteren Faktors wichtig werden. Denn neben Energiespeichern spielt es als Legierung m Flugzeugbau eine wichtige Rolle und kommt in den ersten Maschinen bereits zum Einsatz. Auch deshalb dürfte es auf der Liste der kritischen Metalle vieler Staaten stehen.

Vanadium Resources auf der Pole Position

Diese Entwicklungen und Veränderungen bieten Chancen für Unternehmen mit aussichtsreichen Vanadium-Projekten. Hierzu zählt auch Vanadium Resources, das sich in diesem wichtigen Nischenmarkt eine Pole Position gesichert hat. Denn das australische Unternehmen entwickelt das Steelpoortdrift-Projekt in Südafrika. Hierbei handelt es sich um das größte, in Entwicklung befindliche Vanadium-Vorkommen der Welt. Schon vor mehr als zehn Jahren hatte Vanadium Resources in diesem Bushveld Mining-Komplex nordöstlich von Johannesburg nach Vanadium gesucht. Im Fokus standen dabei Liegenschaften, auf denen sich bereits historische Minen befanden.

Attraktive Kennzahlen bei geplanter Produktion

Das Unternehmen wurde fündig und hat inzwischen den risikoreichen Status eines Explorers hinter sich gelassen und die Entwicklung des Vorkommens vorangetrieben. So legte das Unternehmen im Oktober 2022 die endgültige Machbarkeitsstudie, die sogenannte Definitive Feasibility Study (DFS), für das Projekt vor. Sie bildet die Grundlage für den Bau der geplanten Mine. Demnach bestätigt diese DFS das Potenzial von Steelpoortdrift, zu einem kostengünstigen Vanadium-Lieferanten zu werden. Der Net Present Value (NPV) des Projekts kommt auf stattliche 1,212 Mrd. US-Dollar. Insgesamt soll dort vorerst über 25 Jahre ein jährlicher Free Cashflow von 152 Mio. US-Dollar erwirtschaftet werden. Der IRR nach Steuern (Internal Rate of Return / interner Zinssatz) beträgt vergleichsweise hohe 42 Prozent. Im Bergbau gelten schon Projekte mit einem Wert von 30 Prozent als gut bis sehr gut. Die Investitionskosten in Höhe von 211 Mio. US-Dollar könnten somit binnen 27 Monate zurückverdient werden. Noch dazu kann die Lebensdauer der Mine deutlich, und zwar um zusätzliche 67 Jahre, verlängert werden. Sobald der Betrieb läuft, soll zudem eine Erweiterungsinvestition über 188 Mio. US-Dollar in den Jahren drei bis fünf durchgeführt werden, die das Unternehmen aus dem freien Cashflow finanzieren will. Bei den Produktionskosten wird mit 3,24 US-Dollar je Pfund Vanadiumpentoxid (V2O5) gerechnet. Die Berater von Deloitte erwarten, dass der Preis in den kommenden Jahren bei durchschnittlich 9,50 US-Dollar je Pfund liegen werde. Analysten erwarten aber, dass die Preise aufgrund der steigenden Nachfrage in den kommenden Jahren deutlich höher stehen könnten.

Hochgradiges Vorkommen und gute Infrastruktur

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