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18.05.2025, 21:44:01

Saubermachen - aber bitte richtig

Ob Toilettenbombe, Gebissreiniger-Tabs oder Essig als Alleskönner: Angeblich effiziente und vermeintlich geniale, mitunter auch explosive Tipps (so genannte Hacks) rund um die Badreinigung gibt es im Internet genug zu finden. Doch welche Ratschläge eignen sich tatsächlich? Und mit welchen Mythen gilt es endgültig aufzuräumen? Andrea Hertzer, Leiterin der Design-Badausstellung von REISSER in Böblingen gibt professionelle Auskunft.

Der jährliche Frühjahresputz steht an - neben der täglichen und wöchentlichen Putzroutine. Um sich daheim wohlzufühlen, ist ein blitzblank sauberer Sanitärbereich ein wichtiger Bestandteil. Doch durch Seifenrückstände, Kalkflecken und allerlei Ablagerungen stellen Dusche, Waschbecken und Toilette für so manchen eine Herausforderung dar. "Die Fragen rund um die passende Reinigung begleitet uns täglich bei der Badberatung", berichtet Andrea Hertzer. Sie leitet in Böblingen die 2.400 Quadratmeter große Designbadausstellung von REISSER. In mehr als 70 Kojen können hier die Kunden verschiedene Bäder, deren Stilrichtungen und Designs begutachten und auswählen. Wer langfristig etwas von seinem schönen Bad haben möchte, sollte gerade beim Saubermachen einige hilfreiche Ratschläge, Tipps und wichtige Hinweise berücksichtigen. "Wir Deutschen fahren einmal pro Woche mit dem Wagen in die Autowaschanlage - diese Aufmerksamkeit dürfen wir auch unserem Traumbad widmen. Dann gelingt nicht nur die Reinigung des Badezimmers im Nu, sondern der Wert wird auch erhalten."

Wer den Flagshipstore von REISSER in Böblingen oder eine der anderen 35 Design-Badausstellungen des SHK-Profis besucht, findet nicht nur jede Menge Inspiration für die individuelle Badgestaltung. Die Experten beraten und begleiten die Kunden sowohl bei der Produktauswahl und Bemusterung - und eben auch rund um das Thema Pflege. "Wir informieren unsere Kunden bereits im Beratungsgespräch, welche Bestandteile im Wunschbad pflegeleichter oder pflegeintensiver sind und welche Produkte sich - je nach Lebensstil, Angewohnheiten und Rahmenbedingungen - besser eignen", unterstreicht Hertzer. Und auch die Hersteller stellen die passenden Hinweise zur Verfügung, passend zum Material, zur Technik und zur Ausführung.

Checkpoint Armaturen
Ist eine Armatur in der Beckenzone angebracht oder an der Wand? Entscheidet sich der Kunde für das Design und muss dann etwas mehr drumherum wischen? Oder wird doch mehr Wert gelegt auf die einfache Handhabung und den Aspekt Hygiene? Hertzer weiß: "Nicht alles, was schön ist, kann auch gut gepflegt werden. Wir stellen dann die Optionen gegenüber, so dass die Kunden eine echte Auswahl haben und sich so besser entscheiden können." Wenn es architektonisch möglich ist, rät die Ausstellungsleiterin dazu, die Armaturen aus dem Nassbereich zu holen, sie empfiehlt Wandarmaturen. So kann man nach dem Händewaschen das Waschbecken einmal trockenwischen und es bleiben keine Wassertropfen am Armaturenhals stehen.

Mattschwarz oder kupferfarben, im RAL-Ton Anthrazit oder zartem Rose, für den cleanen Industrielook oder als elegante Luxusversion: Veredelte Oberflächen gelten bei Armaturen als Trend, der auch in Zukunft anhält. Mit dem Vorurteil, diese modernen Armaturen seien aufwendiger zu pflegen, kann Andrea Hertzer aufräumen: "Fingerabdrücke und Kalkrückstände sind genauso sichtbar wie bei verchromten oder polierten Armaturen. Es ist überall die gleiche Frage der Handhabung und der Grundpflege."

Ihre Tipps:
-nach der Benutzung mit dem Handtuch trockenreiben, das mindert und minimiert die Verkalkung
-Microfasertücher nicht verwenden, da in der Faserung kleine Widerhaken sitzen, die auf lange Zeit die Armaturen verkratzen.
-abrasiv wirkende Reinigungshilfsmittel (wie Padschwämme) nicht benutzen
-geeignet sind Baumwolltücher, Geschirrtücher, Fensterleder und weiche Stoffe auf Baumwollbasis - am besten fusselfrei
-fluorhaltige Produkte wie Zahnpasta umgehend entfernen, sie hinterlassen bei längerer Einwirkzeit sonst Flecken

Checkpoint Reinigungsmittel
Weniger ist mehr - dieses Motto gilt beim Einsatz von Reinigungsmitteln im Badbereich. Mit der richtigen Dosierung, Einwirkdauer und Putzstrategie klappt es gleich besser: Bei der Sprühreinigung die Reinigungslösung keinesfalls direkt auf die Armaturen auftragen. "Die Gefahr ist, dass der Sprühnebel sich in den Kartuschen absetzt oder das Schmierfett an den Hebelmischern verdrängt", mahnt Hertzer.

Im schlimmsten Fall frisst sich der Stoff in die Oberfläche, löst die Verchromung - das ist nicht nur optisch unschön, sondern mindert bei der Mischbatterie oft auch die Funktion. Das gilt auch bei der Nutzung des Dampfreinigers, hier kommen auch noch sehr hohe Temperaturen dazu.

Ihre Tipps:
-Armaturen nicht direkt und dick einsprühen
-das Mittel auf ein Tuch geben oder das Konzentrat in Wasser lösen, anschließend mit einem Lappen sanft reinigen
-Reiniger, die Salz- oder Ameisensäure, Chlor oder Essigsäure enthalten, bitte vermeiden - ebenso stark alkalische Mittel und solche mit Lauge, Ammoniak und Bleichmittel
-phosphorsäurehaltige Reiniger sind nur bedingt anwendbar
-mischen Sie niemals verschiedene Reinigungsmittel
-Natron nicht in das Überlaufloch des Waschbeckens füllen; das Mittel greift Siphon und Ablauf an
-Salz oder Salmiak, Natron oder Backpulver gehören nicht auf die Sanitärausstattung
-nach der Reinigung mit ausreichend klarem Wasser nachspülen, um verbliebene Produktanhaftungen restlos zu entfernen
-Hersteller empfehlen - unabhängig von Beschichtung und Optik - einen Reiniger auf Basis von Zitronensäure

Das Putzen des Badezimmers kann eine echte Herausforderung sein, besonders wenn hartnäckige Kalkablagerungen, Zahnpasta-Rückstände und Seifenreste zu entfernen sind. Doch auch wenn zahlreiche Menschen - sogar über Generationen hinweg - auf Hausmittel wie Essig als bekannter Allround-Helfer schwören, schädigt das dauerhaft die Oberflächen. "Viele Live-Hacks sind auf Social Media zu sehen, diese sind aber mit Vorsicht zu genießen. Wir beraten unsere Kunden dahingehend, dass sie lange etwas von ihrer Badeinrichtung haben und wir auch den Umweltaspekt berücksichtigen", sagt Hertzer. Denn zu viele chemische Reiniger genau wie vermeintlich hilfreiche Hausmittelchen belasten das Grundwasser.

Checkpoint Toilette
Viel Aufmerksamkeit braucht es mitunter bei der WC-Reinigung. Denn hier entstehen neben zahlreichen Erregern auch schnell hässlicher Urinstein, unschöne Verfärbungen und allerlei Ablagerungen. Gerade unter dem Rand sitzen hartnäckigste Verschmutzungen. Viele findige Tricks versprechen die optimale Toilettenreinigung, beispielsweise mit so genannten Toilettenbomben. Diese bestehen aus einer Reihe an Hausmitteln, die in bestimmter Reihenfolge eingefüllt werden. Davon rät die Ausstellungsleiterin dringend ab.

Ihre Tipps:
-den Innenbereich mit Scheuermilch putzen
-Achtung: aggressive WC-Reiniger verfärben oder entfärben, gerade Kunststoffflächen
-manche Reiniger hinterlassen einen grün- oder blaustichigen Film - wird dieser nicht schnell entfernt, frisst sich die Chemie mit Spätfolgen in das Produkt
-Scharniere der WC-Brille nicht zu scharf reinigen, besser Zitronenreiniger mit Umweltsiegel nutzen
-Toilettendeckel zärtlich reinigen, erst recht bei einer Absenkautomatik - diese arbeitet mit Schmieröl
-Lift-off-Deckel mit Steckfunktion und Scharnierwelle sind besonders pflegeleicht

In der REISSER Badausstellung gibt es vielfältige Toiletten-Ausführungen, seit einigen Jahren hat sich die spülrandlose Version auf dem Markt durchgesetzt. WCs mit dem so genannten Turbo Flash, also kreisender Spültechnik, haben diverse Hersteller erfolgreich etabliert. Hertzer: "Diese Spülungen sind leise, nehmen mehr mit und verbrauchen weniger Wasser." Überall dort, wo die Abflussrohrsysteme es ohne Ablagerungen und Stauungen ermöglicht, bietet sich der Einsatz dieser Technik gerade auch aus ökologischen Gründen an. Denn anstatt den üblichen sechs bis neun Litern arbeiten diese Toiletten gerade mal mit 4,5 Litern Wasser pro Spülgang. "Wasser- und geräuscharm und trotzdem durchweg sauber, das bieten diese modernen Toiletten. Dank der Spültechnik wird keine Stelle vergessen und punktuell kann man ja noch mit der Bürste nachbessern."

Dusch-WCs sind auch hierzulande immer mehr im Trend. Die moderne Technik ist ein Pluspunkt, auch in Sachen Reinigung. Die Duschdüsen werden vor und nach jeder Nutzung automatisch mit
Wasser gespült. Hertzer: "Daneben reichen die Hersteller auch spezielle Reinigungs-Sets, die dermatologisch geprüft und umweltfreundlich sind."

Ihre Tipps:
-es empfiehlt sich, die Duschdüse regelmäßig manuell zu reinigen - alle vier bis sechs Wochen
-der Nutzer bekommt eine Mitteilung, wann die Entkalkung erforderlich ist
-das Entkalkungsprogramm sollte mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden
-folgen Sie jeweils der Schritt-für-Schritt-Anleitung in der Bedienungsanleitung
-Keramikwabenfilter wechseln, wenn die Wirkung der Geruchsentfernung spürbar nachlässt -
die Lebensdauer des Filters beträgt bei normaler Nutzung etwa ein Jahr
identisches gilt für das Filter der Geruchsabsaugung
-zur Wartung gibt es passende, einfach verständliche Videos der Hersteller

Checkpoint Oberflächen
Ein sauberes Badezimmer ist eine wahre Wohlfühloase, ein Ort der Entspannung und im Idealfall auch der Hygiene. Dazu gehört eine regelmäßige und gründliche Reinigung, am besten einmal pro Woche. Im Bad hat sich Sanitärkeramik als Werkstoff seit vielen Jahrzehnten etabliert und bewährt, den Kunden ist das Material bekannt und vertraut. "Wer in der Garantie bleiben will, sollte mit Bedacht reinigen und die Hinweise der jeweil


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