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29.07.2020, 00:00:00

Lückenloser Feuchteschutz des Gebäudesockels

Konkretisierte Ausführungsdetails, neue Abdichtungsstoffe und insgesamt mehr Praxisbezug - die neue DIN 18533 bietet Planern und Verarbeitern bei der Herstellung von Abdichtungen im erdberührten Bereich ein hohes Maß an Sicherheit. So werden beispielsweise bei der Wahl der geeigneten Abdichtungsbauart auch die Umgebungsbedingungen des Bauwerks berücksichtigt und komplizierte Detailanschlüsse näher beschrieben. Erstmals sind dabei zudem alternative Abdichtungsstoffe wie beispielsweise Flüssigkunststoffe (FLK) und mineralische Dichtungs-schlämme (MDS) im erdberührten Bereich zugelassen. Der Anwendungsbereich für PMBC (polymer modified bituminous thick coatings) wurde erweitert.

Die Planung und Ausführung von Abdichtungen erdberührter Bauteile ist ein komplexes Thema und verlangt Planern und Verarbeitern viel Erfahrung und Knowhow ab. Eine Herausforderung besteht hierbei vor allem in der Wahl der richtigen Abdichtungsstoffe - in Abhängigkeit des vorliegenden Anwendungsfalls. Die Bandbreite an Planungs- und Ausführungsfehlern ist in diesem Bereich besonders hoch. Dabei können entstandene Feuchteschäden erhebliche Kosten und einen hohen Aufwand für die Instandsetzung nach sich ziehen. Um Planern und Ausführenden die Arbeit zu erleichtern und diese sicherer zu gestalten, wurde im Juli 2017 die DIN 18533 ins Leben gerufen. Sie gehört zur neuen, bauteilbezogenen Normenreihe DIN 18531 bis DIN 18535, welche unter ande-rem die DIN 18195 aus dem Jahr 1983 abgelöst hat. Die neue Normenreihe setzt sich aus fünf Teilen zusammen: Hierzu zählen neben erdberührten Bauteilen (DIN 18533) auch die Bereiche Dächer, Balkone, Loggien und Laubengänge (DIN 18531), befahrbare Flächen aus Beton (DIN 18532), Innenräume (DIN 18534) sowie Behälter und Becken (DIN 18535).

Anwendungsbereich der DIN 18533
Als Teil der neuen Normenreihe regelt die DIN 18533 den Bereich "Abdichtung von erdberührten Bauteilen". Sie beinhaltet die Regelungen aus der alten Norm, die entsprechend überarbeitet und ergänzt übertragen wurden. So sind Anwendungsbereiche erweitert und Abdichtungsstoffe, die in der Praxis bereits zur Anwendung kamen, nun erstmals auch in der Norm verankert. Die DIN 18533 deckt alle relevanten erdberührten Bereiche eines Bauwerks ab. Hierzu zählen erdberührte Außenwände, Bodenplatten, Querschnittsflächen von Außen- und Innenwänden sowie erdüberschüttete Decken. Die Norm setzt sich aus drei Teilen zusammen. Der erste widmet sich den allgemeinen Planungs- und Ausführungsregeln und ist stets in Kombination mit Teil zwei und drei anzuwenden. Teil zwei thematisiert die Abdichtung mit bahnenförmigen Ab-dichtungsstoffen, während Teil drei flüssig zu verarbeitende Abdichtungsstoffe regelt. Die Norm wurde vorrangig für Neubauten konzipiert, ist jedoch unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten im Bestand auch bei Altbauten anwendbar. Eine Abdichtungsnorm speziell für den Bestand ist in Planung.

Neu ist, dass die DIN 18533 ein Bauwerk nicht isoliert betrachtet, sondern die äußeren Umgebungsbedingungen - wie Untergrund und Nutzung - mitberücksichtigt. In der Norm wurden hierzu Wassereinwirkungs-, Riss- und Rissüberbrückungs-, Verformungs- sowie Raumnutzungsklassenklassen eingeführt, auf deren Grundlage sich die passende Abdichtung ermitteln lässt.

Ausbildung der Detailanschlüsse
In den Normenteilen zwei und drei wird der größere Praxisbezug gegenüber der alten Norm besonders deutlich. Denn hier finden erstmals auch Detailanschlüsse wie unter anderem die Verbindung der Abdichtung mit Durchdringungen, Einbauteilen oder angrenzenden Bauteilen Berücksichtigung. Ferner gibt die Norm Hinweise zum Anschluss von Abdichtungen an WU-Beton und geht auch auf die Detailausbildung im Bereich von Gebäudeaußentreppen oder vorgefertigten Lichtschächten ein. Als Abdichtung für Detailausbildungen eignet sich beispielsweise der Flüssigkunststoff Imberal DAB 30P von Hahne. Detailliert beschrieben ist in der DIN 18533 zudem das Thema Querschnittsabdichtungen. Hier sind nun auch mineralische Dichtungsschlämme (MDS) geregelt. Letztere fanden in der DIN 18195 bereits Erwähnung, waren jedoch nicht in den Ausführungsteilen für den erdberührten Bereich enthalten. MDS werden in der Praxis oftmals als Alternative zu bahnenförmigen Abdichtungen eingesetzt. Sie sorgen beispielsweise im Wandquerschnitt für einen kraftschlüssigen Verbund zwischen Abdichtung und Mauermörtel, wodurch das Risiko von scherkraftbedingten Abrissen der Außenabdichtung reduziert wird. Im Sockelbereich gewährleisten MDS einen stabilen Untergrund für aufzubringende Materialien.

Neue, alterna



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