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16.05.2023, 00:24:01

Ein Fehler kann die Online-Partnersuche ruinieren

Bei der Online-Partnersuche kann vieles falsch gemacht werden. Aber ein Fehler stellt alle anderen in den Schatten. <a href="https://www.gfgebauer.de/">Guido Gebauer</a>, Psychologe, Dating-Coach, Gründer der <a href="https://www.gleichklang.de/">Partnervermittlung Gleichklang.de</a> und Autor des Dating-Ratgebers <a href="https://buch-partnersuche.de/">"A Perfect Match?"</a> hat bereits viele Irrtümer und Mythen kennengelernt, die sich um das Online-Dating ranken. Einen Fehler hält er aber für den folgenschwersten Fehler beim Online-Dating überhaupt: "Der größte Fehler, den Singles bei der Online-Partnersuche machen können, besteht darin, sich ein Profil anzuschauen und dann darauf zu warten, dass die andere Person sich meldet. Genau dies wird sie nämlich meistens nicht tun. Denn sie bewertet das Anschauen ihres Profils ohne Kontaktaufnahme als eine Absage. Mir ist kein anderer Irrtum bekannt, an dem so viele Kontakte und Beziehungen beim Online-Dating scheitern", sagt Gebauer Belege für diesen Fehler hat Gebauer jetzt auch in einer Umfrage mit 1817 partnersuchenden Gleichklang-Mitgliedern gefunden: 74 % der Befragten gaben die Überzeugung an, dass jemand, der sich ihr Profil anschaut und keinen Kontakt aufnimmt, auch kein Interesse an einem Kontakt habe. "Immer wenn sich Partnersuchende also ein Profil anschauen und nicht gleichzeitig den Kontakt aufnehmen, senden sie der anderen Person in Wirklichkeit eine Absage", fasst Gebauer dies Ergebnis zusammen. Tatsächlich kann laut Gebauer die Annahme, dass jemand nicht interessiert sei, der nicht schreibt, völlig falsch sein. So fehle manchen Menschen das Selbstvertrauen, den ersten Schritt zu tun. Anderen falle es schwer, eine Erstnachricht zu schreiben. Auch könne es vorkommen, dass die betreffende Person gerade keine Zeit hat oder verhindert ist, es aber später vergisst, auf den Kontakt noch einmal zurückzukommen. Es gebe aber noch einen weiteren, geradezu fatalen Denkfehler, der das ganze noch schlimmer machen könne: 30 % der Befragten seien in der aktuellen Umfrage der Meinung gewesen, dass sie mit dem Anschauen eines Profils der anderen Person sogar ein positives Signal für eine Kontaktaufnahme geben. Fast eine von drei Personen habe also gedacht, jemand anderes durch das Anschauen des Profils zum Kontakt einzuladen. In Wirklichkeit fühlten sich genau hierdurch jedoch drei von vier Befragten ausgeladen. "Das kann sich schnell zu einer kompletten Kontaktblockade hochschaukeln", sagt Gebauer. Aber ist es möglich, dass Singles ihr eigenes Anschauen eines Profils ohne Nachricht als positives Signal und das gleiche Verhalten einer anderen Person als Absage bewerten? "Ja, das ist absolut möglich. Es liegt daran, dass wir oft schnelle Entscheidungen treffen und dabei die mehr Aufwand verlangende Perspektivenübernahme vernachlässigen", erläutert Gebauer. Sehr deutlich zeige sich dies auch in der aktuellen Umfrage: Von denjenigen, die das eigene Anschauen eines Profils ohne Nachricht als positives Signal bewerteten, gaben sogar 81 % an, dass das gleiche Verhalten einer anderen Person auf Desinteresse hindeute. Wenn partnersuchende Singles davon ausgehen, mit dem Anschauen eines Profils ohne Nachricht ein positives Signal zu geben, dann setzen sie laut Gebauer ihr eigenes Erleben voraus, also das, was sie denken und fühlen. Sie vergessen dabei aber, dass die andere Person keinen direkten Zugriff auf ihr inneres Erleben hat. Genau so erklärt Gebauer, warum Personen ihr eigenes Verhalten als positives Signal, aber das gleiche Verhalten anderer Personen als negatives Signal bewerten können: "Wenn ich sehe, dass jemand mein Profil angeschaut, aber mir nicht geschrieben hat, dann denke ich automatisch auch darüber nach, warum diese Person mir nicht geschrieben hat. Eine naheliegende Antwort hierfür ist, dass die andere Person kein Interesse hat." Warum aber fällt dieser Widerspruch zwischen der Bewertung des eigenen Verhaltens und dem Verhalten der anderen Person nicht auf? Auch hierfür hat Psychologe Gebauer eine Erklärung: "Es ist ein Widerspruch, aber auffalten muss er eben nicht, und zwar deshalb, weil unsere Verarbeitungsweisen oft sehr situationsspezifisch und abschottet voneinander sind, ohne dass wir das ganze Bild zusammenbringen. Wir trennen die Bewertungen des Verhaltens der eigenen Person und des Verhaltens anderer Personen voneinander. So bleiben auch die Schlüsse, die wir aus ihnen ziehen, völlig getrennt, und wir bemerken den Widerspruch zwischen ihnen nicht." Dies könne sogar bis hin zu einer kompletten Kontaktblockade beim Online-Dating führen. Gebauer rät Teilnehmenden beim Online-Dating zu einer einfachen Lösun


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