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30.08.2023, 09:24:25

9 Orientierungen bestimmen unser Liebesleben

Für manche ist die Liebe vor allem Engagement, für andere eine gemeinsame Versorgungsgemeinschaft, für wiederum andere Lust und Sex oder ein Moment der totalen Freiheit im Hier und Jetzt. Der Psychologe Guido Gebauer hat für die psychologische Dating-Plattform <a href="https://www.gleichklang.de/">Gleichklang.de</a> die verschiedenen Modelle, Sichtweisen und Geschichten der Liebe untersucht. Dabei konnte er in einer Umfrage mit 1000 Teilnehmenden neun Grundorientierungen identifizieren. Diese neun Grundorientierungen können die Unterschiede zwischen Liebenden in der Gestaltung ihrer Partnerschaften erklären. Es zeigte sich auch, dass Paare umso glücklicher miteinander werden, desto stärker ihre Haltungen zur Liebe übereinstimmen. Hintergrund und Zusammenfassung Der Psychologe Robert Sternberg von der Stanford Universität in den USA untersucht Liebesbeziehungen als Geschichten, die die Beteiligten miteinander schreiben. Demnach folgen unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Geschichten, weshalb sich auch ihre Beziehungen voneinander unterscheiden. Der Psychologe Guido Gebauer untersuchte nun für die psychologische Partnervermittlung Gleichklang.de, wie solche Geschichten der Liebe unsere Beziehungszufriedenheit prägen können. Hierzu ließ er 81 verschiedene Liebesgeschichten durch 500 Frauen und 500 Männer danach beurteilen, ob diese ihrer eigenen Geschichte oder der Geschichte ihrer Partner entsprachen. Die Datenanalyse zeigte, dass diese 81 Geschichten der Liebe sich zu neun breiten Grundorientierungen verdichten ließen. Zwei dieser Grundorientierungen wirkten sich positiv, eine gemischt und eine negativ auf die Beziehungszufriedenheit der Befragten aus. Fünf Grundorientierungen zeigten keine Auswirkung auf die durchschnittliche Beziehungszufriedenheit. Neben den einzelnen Orientierungen bestimmte aber vor allem die Übereinstimmung in den neun Grundorientierungen zwischen den Partnern, ob diese eine hohe oder eine niedrige Beziehungszufriedenheit erlebten. Für jede der neun Grundorientierungen ließ sich dieser Effekt statistisch signifikant nachweisen. Die Studie stützt daher die Annahme, dass die Liebe erleichtert wird, wenn Menschen mit ähnlichen romantischen Grundorientierungen zusammen finden. Ergebnisse der Studie Neun Grundorientierungen der Liebe Diese neun Grundorientierungen ließen sich statistisch sowohl aus den eigenen Geschichten der Befragten als auch aus den durch sie wahrgenommenen Geschichten ihrer Partner identifizieren: Liebe als Engagement: Die Vertreter dieses Modells brachten ihre Partnerschaften beispielsweise als einen Garten, den sie hegen oder pflegen, oder als eine Reise, wo die Liebenden sich als Mitreisende fortwährend über ihre Reiseziele und ihre Fortbewegungsmittel verständigen. Liebe Sex und Lust: Wer diese Grundorientierung hat, für den ist Liebe vorwiegend Lust, Sex oder auch ein gemeinsames Spiel, was die Beteiligten genießen. Liebe als Moment der Freiheit: Für Liebende, die diesem Script folgen, ist Liebe eine Story der Anarchie oder auch eine Story des Lebens im "Hier und Jetzt" - ohne Planung oder Gedanken an die Zukunft. Liebe als Lebens- und Versorgungsgemeinschaft: Dies ist die Story der Liebe als Aufbau, Bewahrung und Erweiterung eines gemeinsamen Lebensmittelpunktes. Dies kann das sprichwörtliche gemeinsame Haus sein. Aber auch die gemeinsame Altersversorgung gehört dazu. Liebe als Familiengründung: Für die Anhänger dieser Orientierung bedeutet Partnerschaft in erster Linie Kinder und Familie. Das können leibliche, aber auch Adoptivkinder sein. Die Gegenstory vertreten übrigens die Antinatalisten, die Fortpflanzung ablehnen und deren Anzahl in Anbetracht der Klimakrise derzeit zunimmt. Liebe als Errettung: Diese Liebenden sehen die Liebe als Story einer Errettung aus seelischer oder materielle Not, womöglich auch aus einer anderen traumatischen Beziehung. Diese Orientierung erinnert an die Geschichten der Prinzen in den Märchen. Liebe als Nutzen: Bei dieser Orientierung steht die Romantik nicht im Vordergrund. Liebe ist beispielsweise wie eine Geschäftsbeziehung. Liebe ist Verhandlungssache und kann käuflich sein. Liebe als Monogamie versus Nicht-Monogamie: Diese Orientierung ist bipolar und sie beinhaltet die Monogamie oder ihr Gegenteil. Für die Mehrheit steht die Story der Liebe als Monogamie nach wie vor im Vordergrund. Eine zunehmend bedeutsame Minderheit orientiert sich aber an dem entgegengesetzten Modell der konsensuellen Nicht-Monogamie oder Polyamorie. Liebe als Leid und Schmerz: Für manche ist Liebe vor allem Leid und Schmerz. Es sind die toxischen Geschichten der Eifersucht, die Geschichten von Dominanz und Unterwerfung, von Konflikt und Gewalt, die sich hier zeigen. Hohe Vielfalt der Liebe Geb


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